Pfinztal. Dass "Kleinkunst" eine riesige Wirkung entfalten kann, bewies der vergangene Mittwochabend in der Aula des Bildungszentrums Pfinztal eindrucksvoll. Unter dem Motto "Kleinkunst – in Pfinztal ganz groß!" feierten die Bürgerinnen und Bürger ein Fest der Kreativität, das alle Generationen begeisterte. Am Ende eines hochkarätigen Wettbewerbs durften Jamal und Hosni M’hanna die Siegertrophäe entgegennehmen, doch der eigentliche Gewinner war die Vielfalt der Kultur.
Bereits der Auftakt versprach einen Abend der Extraklasse: Die Tanzgruppe der Tanzschule "Dance Loft By Mary" heizte dem Publikum von der ersten Sekunde an ein und sorgte mit einem erstklassigen Rahmenprogramm auch im der Pause für euphorische Resonanz im voll besetzten Saal.
Monika Lüthje-Lenhart begrüßte die Gäste und nutzte die Gelegenheit für einen Rückblick. Seit Jahren setzt sich das Kulturkomitee ehrenamtlich für die verschiedenen Sparten ein. Nach Preisen für Video (2020), Literatur (2022) und Musik (2024) stand das Jahr 2026 ganz im Zeichen der Kleinkunst. Ihr besonderer Dank galt der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe für das Sponsoring sowie der Gemeindeverwaltung für die stetige Unterstützung.
Bürgermeisterin Nicola Bodner unterstrich in ihrem Grußwort den verbindenden Charakter der Kleinkunst. Besonders erfreut zeigte sie sich über eine Bewerbung aus der französischen Partnergemeinde Roquebrune sur Argens, was dem Abend eine internationale Note verlieh.
Die Jury, bestehend aus Ulrike Settelmeyer (Kulturbüro Karlsruhe), Jürgen Schurr (Sandkorn-Theater), Bürgermeisterin Nicola Bodner (Gemeinde) und Laís Frey Rode (Kulturkomitee), hatte keine leichte Aufgabe, denn die drei Bewerber präsentierten Darbietungen auf professionellem Niveau:
Während die Jury sich zur Beratung zurückzog, sorgte erneut das "Dance Loft By Mary" für beste Unterhaltung. Wie knapp das Rennen war, zeigte bereits die Messung des Applaus-Pegels für den Publikumspreis: Mit nur minimalem Vorsprung sicherten sich Jamal und Hosni M’hanna den ersten Platz, dicht gefolgt von Artur Meisner und Simon Hanisch.
Die offizielle Jury-Wertung bestätigte diesen Trend weitgehend:
Der emotionale Höhepunkt folgte nach der Preisverleihung: In einem improvisierten gemeinsamen Auftritt vereinten die drei Preisträger und die Tanzgruppe ihre Talente auf der Bühne. Diese spontane Fusion aus Rhythmus, Tanz und Akrobatik riss das Publikum zu langanhaltendem stürmischen Beifall hin.
Dass der Abend auch technisch reibungslos verlief, war Florian Zanger zu verdanken, der Sound und Licht hervorragend im Griff hatte. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt – das Team der Bewirtung verwöhnte die Gäste mit warmen Snacks und Getränken, was die Besucher dazu einlud, noch lange zu verweilen und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen.
Fazit: Eine Bombenstimmung, eine schwierige Juryentscheidung aufgrund fast gleichwertiger Finalisten und ein begeistertes Pfinztaler Publikum – die Kleinkunst ist in Pfinztal endgültig "ganz groß" angekommen.