Partnerschafts­komitee Pfinztal

ein Gremium der Gemeinde Pfinztal

Kleinkunst – in Pfinztal ganz groß!

Ein Abend voller Magie, Rhythmus und Emotionen: Jamal und Hosni M’hanna gewinnen den Pfinztaler Kulturpreis 2026

Pfinztal. Dass "Kleinkunst" eine riesige Wirkung entfalten kann, bewies der vergangene Mittwochabend in der Aula des Bildungszentrums Pfinztal eindrucksvoll. Unter dem Motto "Kleinkunst – in Pfinztal ganz groß!" feierten die Bürgerinnen und Bürger ein Fest der Kreativität, das alle Generationen begeisterte. Am Ende eines hochkarätigen Wettbewerbs durften Jamal und Hosni M’hanna die Siegertrophäe entgegennehmen, doch der eigentliche Gewinner war die Vielfalt der Kultur.

Bereits der Auftakt versprach einen Abend der Extraklasse: Die Tanzgruppe der Tanzschule "Dance Loft By Mary" heizte dem Publikum von der ersten Sekunde an ein und sorgte mit einem erstklassigen Rahmenprogramm auch im der Pause für euphorische Resonanz im voll besetzten Saal.

Dance Loft by Mary

Ein etablierter Preis mit Tradition

Monika Lüthje-Lenhart begrüßte die Gäste und nutzte die Gelegenheit für einen Rückblick. Seit Jahren setzt sich das Kulturkomitee ehrenamtlich für die verschiedenen Sparten ein. Nach Preisen für Video (2020), Literatur (2022) und Musik (2024) stand das Jahr 2026 ganz im Zeichen der Kleinkunst. Ihr besonderer Dank galt der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe für das Sponsoring sowie der Gemeindeverwaltung für die stetige Unterstützung.

Finale

Bürgermeisterin Nicola Bodner unterstrich in ihrem Grußwort den verbindenden Charakter der Kleinkunst. Besonders erfreut zeigte sie sich über eine Bewerbung aus der französischen Partnergemeinde Roquebrune sur Argens, was dem Abend eine internationale Note verlieh.

Drei Finalisten auf Augenhöhe

Die Jury, bestehend aus Ulrike Settelmeyer (Kulturbüro Karlsruhe), Jürgen Schurr (Sandkorn-Theater), Bürgermeisterin Nicola Bodner (Gemeinde) und Laís Frey Rode (Kulturkomitee), hatte keine leichte Aufgabe, denn die drei Bewerber präsentierten Darbietungen auf professionellem Niveau:

  1. Simon Hanisch faszinierte mit "Vocal Percussion". Er demonstrierte nicht nur beeindruckendes rhythmisches Können und Stimm-Kunst, sondern bezog das Publikum interaktiv in seine Performance ein.
  2. Artur Meisner erzählte durch akrobatischen Breakdance eine packende Geschichte zu seinem Song und ließ die Zuschauer über seine Körper- Beherrschung staunen.
  3. Jamal und Hosni M’hanna verzauberten den Saal mit einer Mischung aus poetischer Pantomime und modernen Tanz-Elementen – eine Darbietung, die tiefgründig und modern zugleich wirkte.

Die Entscheidung: Nuancen gaben den Ausschlag

Während die Jury sich zur Beratung zurückzog, sorgte erneut das "Dance Loft By Mary" für beste Unterhaltung. Wie knapp das Rennen war, zeigte bereits die Messung des Applaus-Pegels für den Publikumspreis: Mit nur minimalem Vorsprung sicherten sich Jamal und Hosni M’hanna den ersten Platz, dicht gefolgt von Artur Meisner und Simon Hanisch.

Die offizielle Jury-Wertung bestätigte diesen Trend weitgehend:

  • Den dritten Preis erhielt Artur Meisner für seine atemberaubende Akrobatik.
  • Der zweite Preis ging an Simon Hanisch für seine innovative Vokal-Percussion.
  • Als Sieger des Abends wurden Jamal und Hosni M’hanna gekürt. Ihre "poetische Pantomime" und die kreativen Tanzeinlagen gaben letztlich den Ausschlag für den ersten Platz.

Ein Finale, das niemanden auf den Sitzen hielt

Der emotionale Höhepunkt folgte nach der Preisverleihung: In einem improvisierten gemeinsamen Auftritt vereinten die drei Preisträger und die Tanzgruppe ihre Talente auf der Bühne. Diese spontane Fusion aus Rhythmus, Tanz und Akrobatik riss das Publikum zu langanhaltendem stürmischen Beifall hin.

Finale

Dass der Abend auch technisch reibungslos verlief, war Florian Zanger zu verdanken, der Sound und Licht hervorragend im Griff hatte. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt – das Team der Bewirtung verwöhnte die Gäste mit warmen Snacks und Getränken, was die Besucher dazu einlud, noch lange zu verweilen und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen.

Die Technik im Griff

Fazit: Eine Bombenstimmung, eine schwierige Juryentscheidung aufgrund fast gleichwertiger Finalisten und ein begeistertes Pfinztaler Publikum – die Kleinkunst ist in Pfinztal endgültig "ganz groß" angekommen.