2. bis 5. Juli, eine Delegation aus Roquebrune besucht die Gemeinde Pfinztal -
Mittwoch, 2. Juli, die Delegation reist an
Monsieur le Maire Jean Cayron und Madame la Présidente du Comité de Jumelage Dominique Laure treffen zu einem Besuch in Pfinztal ein. Der Bürgermeister von Roquebrune wird begleitet von seinen Gemeinderäten und Beisitzern Christian Besserer, Julien Fabre und Robert Masson. An der Seite der Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees kommt ihre Stellvertreterin Sandrine Duthil.
Der Flug von Nizza nach Frankfurt dauerte eine reichliche Stunde, die Ausgabe der Koffer nimmt zweieinhalb Stunden in Anspruch. Ein ausgiebiger Fußmarsch quer durch den Flughafen bringt unsere Gäste zu ihrem Leihauto. Im noch fernen Pfinztal wird Kaffee gekocht und Kuchen angerichtet, die modernen Medien halten uns alle in Verbindung.
Der Eintrag ins Goldene Buch
Das Goldene Buch
Nach minimaler Pause im Hotel werden die Gäste aus Frankreich im Sitzungssaal des Rathauses Söllingen offiziell begrüßt. Gleich bei den ersten Gesprächen wird klar - wir haben keine Verständigungsprobleme. Mit Bisous für die Damen und Schulterklopfen für die Herren begrüßen sich Delegation, Partnerschaftskomitee, Gemeinderätinnen und -Räte, Bürgermeisterin Nicola Bodner und Monsieur le Maire Jean Cayron. Der erste offizielle Termin wird mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde Pfinztal abgeschlossen.
Der zweite offizielle Termin schließt sich an, die Beschilderung an den Ortseingängen mit der neu dokumentierten Partnerschaft mit Roquebrune-sur-Argens wird dokumentiert.
Ein kleiner Spaziergang mit Umweg die Pfinz entlang führt uns nach Berghausen ins Gasthaus Laub. Unter dem Bildnis des großen Franzosen Napoleon wird das Abendessen genossen, der Sommerabend kühlt etwas ab, die Stimmung nimmt weiter zu. Bis spät in die Nacht sitzen die Vertreterinnen und Vertreter von Roquebrune und Pfinztal zusammen. Glücklicherweise ist es nicht weit bis zum Hotel, Jean Cayron und Dominique Laure mit ihrer Delegation werden auf ihrem Weg begleitet.
Donnerstag, 3. Juli, Besuch der Teilorte
In der Turnhalle
Die Schule
Nach dem Frühstück führt die erste Fahrt unsere Besucherinnen und Besucher zu Schule und Kirche in Wöschbach. Die Kirche beeindruckt, sie wird fachkundig vorgestellt. In der Schule werden Unterschiede zum französischen Schulsystem sichtbar, die Disziplin der Schülerinnen und Schüler wird hier als weniger streng wahrgenommen.
Kai wird nicht nervös
Eine Führung am Skulpturenweg zeigt das Zusammenwirken von Natur und Kunst am Bocksbach in Kleinsteinbach. Monika Lüthje-Lenhart, die Vorsitzende der Skulpturenweginitiative, weiß Spannendes zu erzählen und Hintergründe näher zu bringen.
Auch in der Villa Hammerschmiede beginnt der Besuch mit einer Führung durch das Haus bis hinunter zum Weinkeller, bevor die gemeinsame Mittagstafel mit weiteren Gesprächen strukturiert wird. Eine Zusammenarbeit zwischen dem Restaurant und den Weingütern in Roquebrune wird diskutiert.
Der Obsthof Wenz bietet eine Rundfahrt durch die Streuobstwiesen an. Die Menge an Produkten und die Vielfalt des Wissens des Chefs sind beeindruckend. Pflanzen, Bäume und Landschaft sind sehr stark unterschiedlich zum trockenen und noch heißeren Süden Frankreichs, wo Weinberge und Mimosen die Landschaft prägen.
Der Abend wird im Weinhof Rupp beschlossen, die Terrasse lädt zum ausgedehnten Zusammensitzen mit Blick in die Weite der Landschaft ein. Familie und Kinder kommen dazu, Sprachbarrieren werden kaum mehr wahrgenommen. Es ist sehr spät, als die große Gruppe rund um unsere Delegation den Weg nach Hause beschließt.
Freitag, 4. Juli, offizielle Veranstaltung und gemeinsame Arbeit
Die Gemeinde Pfinztal in Zusammenarbeit mit Geschwister-Scholl-Realschule und Ludwig-Marum-Gymnasium lädt zur offiziellen Veranstaltung ein. Rektorin Barbara Fuchs begrüßt die erschienenen Gäste, Musik-AG und Streichorchester der beiden Schulen umrahmen die Veranstaltung.
Bürgermeisterin Nicola Bodner begrüßt die Delegation und alle Anwesenden, Landrat Dr. Christian Schnaudigel geht in seiner Festrede auf d ie persönlich erlebte Jugendarbeit in deutsch-französischen Partnerschaften ein, geprägt von eigenem Erleben als Jugendlicher und als Gruppenleiter. Umso wichtiger sieht er diese Arbeit heute, in einer Zeit, wo die Zusammenarbeit in Europa an verschiedenen Stellen bedroht ist.
Bürgermeister Jean-Cayron betont ebenfalls die Bedeutung der Jugend bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben in und für Europa. Das Grußwort des französischen Generalkonsuls Gaël de Maisonneuve wird verlesen, es stellt den Gedanken der Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit für Europa in den Vordergrund. Eine Partnerschaft zählt heute mehr denn je als Garantie für die Zukunft.
Die Künstlerin Carolina Jarmolinska hat für die neue Partnerschaft Dokumente und zwei Skulpturen geschaffen, welche die neue Partnerschaft quer durch Europa thematisieren.
In den Gesprächen während des anschließenden Imbiss wird von allen Beteiligten die Veranstaltung mit starker Beteiligung von Klassen beider Schulen als ein wichtiges Zeichen gesehen.
Eine kurze freie Zeit schließt sich an, bevor auf dem Gelände des Obst-, Wein- und Gartenbauvereins von Pfinztal-Berghausen zu Kaffee und Kuchen geladen wird. Tische werden zusammengestellt, in großer Runde werden kleine und große Projekte diskutiert, ergänzt und in eine zeitliche Abfolge gebracht. Die nächsten Wochen und Monate werden dem weiteren Ausbau dieser Arbeit dienen.
Die französische Delegation hat Geschenke mitgebracht, diese werden mit großer Freude in Empfang genommen.
Die Zeit vergeht rasch, direkt von der Arbeit fährt uns am frühen Abend die Stadtbahn zum Fest „Peter und Paul“ nach Bretten. Dies war ein Wunsch der französischen Delegation, die Zuhause ebenfalls ein Mittelalter-Fest im vollen Gange weiß.
Es ist nicht immer einfach, im quirligen Trubel des Fests die Gruppe zusammenzuhalten, glücklicherweise helfen uns hier die Mittel der modernen Kommunikation. Die Vielzahl der Angebote, Gaukler, Vagabunden, üblem Volk und passend gekleideten Besucherinnen und Besuchern ist überwältigend. Ein gemeinsamer Imbiss im Stehen lässt uns die nächsten Stunden überstehen, für einen Umtrunk ziehen wir uns in einen Hinterhof zurück. Auf dem Weg zur Bahn stellt die Delegation fest - kurz vor Mitternacht geht es erst richtig los!
Samstag, 5. Juli, Abschied und Heimweg
Früh am Morgen genießt die französische Delegation ihr Frühstück. Das Partnerschaftskomitee und die Bürgermeisterin Nicola Bodner treffen ein, beim Abschied wird uns nochmals mehr klar, welche Freundschaften uns mittlerweile verbinden. Aus einem ruhigen Frühstück wird ein freundschaftliches Treffen, wird ein herzlicher Abschied mit Umarmungen und Geschenken an unsere Besucherinnen und Besucher. Bürgermeister Jean Cayron hat es richtig formuliert - "zwei Herzen schlagen gemeinsam für diese Partnerschaft!";
| Die Rede von Landrat Dr. Christoph Schnaudigel | |
| Französisch (PDF, 120 KB) | Deutsch (PDF, 120 KB) |
| Das Grußwort des französischen Generalkonsuls Gaël de Maisonneuve | |
| Französisch (PDF, 199 KB) | Deutsch (PDF, 103 KB) |