Hallo, bonjour et bonne route -
letztere hatte ich in der vergangenen Woche.
Ich bin von meinem Heimatort Söllingen zu unserer neuen
Partnergemeinde, Roquebrune sur Argens, geradelt. Quer durch Frankreich,
7 Tage, rund 950 km, 1000 Erlebnisse und am Ende DIE
Überraschung an sich: Roquebrune. Eine Gemeinde zum Verlieben. - schade,
dass mein Resturlaub jetzt aufgebraucht und ich nach einer Nachtfahrt mit dem
Fernbus schon wieder im (erstaunlich kalten) Pfinztal bin.
Beschwerlicher Weg
Am Ziel
Warum diese Reise, und warum inkognito (- ich habe mir im Tourist Office
zwei Souvenirs gekauft und eine Pfinztal-Postkarte unter der Rathaustüre
durchgeschoben, weil ich keinen Briefkasten entdecken konnte und das
Hôtel de Ville vorgestern / Samstag natürlich nicht offen war)?
- ich mag Frankreich und war gespannt auf Roquebrune
- ich wusste nicht, ob's klappt. Schließlich habe ich im Jura einen Tag
verloren, weil der Radweg noch Ski-Weg war und ich das bepackte Rennrad
dreieinhalb Stunden durch den weichen Schnee schieben musste. Deshalb: erst
Ziel erreichen, dann drüber reden!
- ich habe gehört, dass im Rahmen der Partnerschaft eine Radtour nach
Roquebrune bzw. Pfinztal geplant ist. Also Radweg-orientierter Streckentest! -
Es war eine wunderschöne Strecke. Nur an wenigen Punkten muss ich sie
etwas optimieren.
- Roquebrune hat viel zu bieten. Von Klavierspiel auf dem herzförmigen
See über das Schokoladenmuseum bis hin zum gewaltigen Rocher und dem
Esterel-Gebirge wenige km entfernt.
- für mich ist Radfahren die ideale Reiseweise, um Regionen intensiv
kennenzulernen - sprichwörtlich "zu erfahren". Wie geht man in Frankreich
um mit Radverkehr, Abfall, Dorf/Stadtentwicklung, Naturschutzgebieten etc.? Wo
können wir voneinander lernen?
- und jetzt? Il faut prâtiquer son français! Comme
toujours. Et retourner, à Roquebrune!!
A bientôt
Anke Drescher (Bilder: Anke Drescher)
Ankunft in Roquebrune
Im Office de Tourisme
Das Hôtel de Ville